01 Gemeinde Adenbüttel – Bericht Bürgermeisterin

G

01 Aus den Gemeinden

Adenbüttel

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Und auf einmal war alles anders …! Langsam kroch das Corona-Virus in unsere Aufmerksamkeit: China, Italien, Österreich – weit weg … und dann plötzlich ganz nah bei uns … auch in unserer Samtgemeinde … im Nachbardorf.

Am Vormittag des 13. März 2020 wurde die Schließung der Schulen bis nach Ostern bekannt gegeben – und dann sah man auch die ersten Menschen mit Mundschutzmasken. Ältere Menschen wurden aufgefordert, lieber zu Hause zu bleiben, am 18.03.2020 wurde den Gemeinden auferlegtt, die Spielplätze zu schließen, und am 21.03.2020 kam dann die Kontaktsperre, die Ausgangsbeschränkung – und nun sind unsere Dörfer wie ausgestorben. Zum Glück dürfen wir in unsere Gärten gehen, dürfen mit einer anderen Person oder im Familienkreis spazierengehen oder eine Radtour machen. Wie erfreulich auch, dass die meisten Menschen verstanden haben, dass sie jetzt Abstand zueinander halten müssen – aus eigenem Interesse und um andere nicht zu gefährden. Wie lange das so weiter geht? Das können zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses noch nicht mal die Fachleute sagen. Derzeit bereiten sich die Krankenhäuser auf eine große Welle an Infizierten vor. Hotels werden in Behelfskrankenhäuser umgewandelt, Notpersonal angelernt.

Wie ist die Lage in der Gemeinde Adenbüttel? Auf die Beilage in der Märzausgabe der Papenteicher Nachrichten meldeten sich erfreulicherweise 20 Einzelpersonen / Familien, die ihre Bereitschaft bekundeten, andere Menschen zu helfen. Jedoch kamen keine Anfragen auf Unterstützung, so dass ich am 16. März begann, meine älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger – soweit ihre Telefonnummern bekannt waren – persönlich anzurufen, mich nach ihrem Befinden zu erkundigen und zu erfragen, wer denn die Einkäufe und andere Botengänge erledigt. Erfreulicherweise zeigte es sich, dass die meisten der rund 80 Menschen zwischen 97 und 80 in unserer Gemeinde durch Familie und / oder Nachbarschaft versorgt sind und auch einsahen, dass sie lieber nicht mehr selbst zum Einkaufen fahren sollten. In zwei Fällen konnte Unterstützung vermittelt werden – und da ich nun begonnen habe, mit den Menschen zwischen 80 und 75 zu telefonieren, werden sich vielleicht noch weitere Kontakte vermitteln lassen.

Dann kam – vor allem durch eine ortsansässige Hausärztin – der Aufruf, Behelfs-Mund-Nasen-Masken zu nähen – und da fragt man natürlich als erstes die beiden Frauen, die unter dem Motto „Näh dich glücklich“ bereits seit geraumer Zeit Nähkurse anbieten: Conni und Astrid Schiemann, die unverzüglich in die Produktion einstiegen. Am 24.03.2020 konnten die ersten Masken an die Häusliche Krankenpflege und die Diakoniestation Meine (siehe Foto) übergeben werden – und die kamen dort so gut an, dass gleich der Wunsch nach weiteren 30 Masken geäußert wurde. Wie gut, dass zwischenzeitlich auch einige andere Frauen in das Nähen von Mundschutz eingestiegen waren, so dass die häuslichen Krankenpflegerinnen versorgt werden konnten. Herzlichen Dank dafür!

– Wer Menschen weiß, die sich für unsere Gesellschaft engagieren und Mundschutzmasken benötigen …

– Wer sich am Nähen von Masken beteiligen möchte und nicht weiß, wie es geht oder Material benötigt …

– Wer Mundschutz gegen eine Spende bekommen möchte …

der möge sich gerne melden unter 05304-1748, 05304-3713, 0162-6034913 oder gemeinde@adenbuettel.de.

Vor dem Bürgerhaus steht übrigens ein Karton, wo man Spenden an Baumwoll- und Moltonstoffen, Gummi- oder Schrägband und beschichteten Draht abgeben kann – oder ein Paket Kaffee für die fleißigen Näherinnen.

Gibt es noch was aus der Gemeinde zu berichten?

– Der Straßenendausbau „In den Ackern Nord“ / „Weidebusch“ hat am 17.3.2020 durch die Firma PSG begonnen und schreitet flott voran.

– Am 24.03.2020 gab es eine Telefonkonferenz zur Kita-Erweiterung und am 30.03.2020 einen Ortstermin mit Fachleuten – auf Abstand – im Kindergarten, denn es ist weiterhin das Ziel, den Bauantrag für Um- und Anbau im August beim Landkreis einzureichen.

– Am 25.03.2020 fand die Submission für die Gewerke Abwasserleitung, Versorgungsleitungen und Baustraße für das Baugebiet „Mühlenblick“ statt. Kurz vor Ostern sollen die Erschließungsarbeiten mit dem Abschieben des Oberbodens beginnen.

Nun bleibt mir nur noch, mich dafür zu bedanken, wie Sie sich an die veränderten Lebensbedingungen in Zeiten von Corona angepasst haben, dass Sie die Kontaktverbote beherzigen, zu Hause bleiben und sich helfen lassen, unsere örtliche Wirtschaft weiterhin nach Kräften unterstützen und füreinander da sind, wenn Not am Mann oder an der Frau ist!

Bleiben Sie gesund!

Ihre Bürgermeisterin

Doris Pölig

2 Antworten

  1. Samtgemeinde Hübner sagt:

    ok

  2. Ria Melius-Thiele sagt:

    27.3.2020