Gemeinde Vordorf – Bericht der Bürgermeisterin

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
noch nie viel es mir so schwer die richtigen Worte zu finden. Erstens weil diese Zeilen erst in 2 Wochen veröffentlicht werden und wenn ich jetzt mal die letzten 2 Wochen Revue passieren lasse, hätte ich mir das, was heute so los ist, wirklich nicht vorstellen können. Corona / Covid-19 hat uns voll im Griff. Ich kann jetzt nur hoffen, wenn Sie diese Zeilen lesen, dass die Bilder und Nachrichten aus Spanien und Italien nicht auch in Deutschland zur Wirklichkeit werden.
Aber es gibt auch so viele schöne Dinge, die man zurzeit erlebt. In jedem Dorf hat sich eine Gruppe von Mitbürgern ruckzuck zusammengefunden. Ob Eickhorst, Rethen oder Vordorf überall haben wir es schnell geschafft für die Risikogruppen Hilfsangebote auf die Beine zu stellen. Teilweise wurden die alleinstehenden älteren Mitbürger angerufen, um zu fragen ob Hilfe benötigt wird. Es beruhigt einen doch ungemein, dass wir hier so eine gute Gemeinschaft haben. Ob Nachbarn oder Familienangehörige, hier ist man nicht auf sich allein gestellt. Hier geht schon mal ein riesengroßes Dankeschön an all die Menschen, die gerade in dieser Zeit für andere da sind und helfen.
Ich gehe davon aus, dass ich Sie hier nicht mehr aufklären muss, was jetzt in dieser Covid-19 Krise zu beachten ist. Falls Sie sich noch informieren möchten oder wissen wollen, welche Einschränkungen zur Zeit zu akzeptieren sind, bitte ich Sie sich entweder in der Tagespresse zu informieren oder dies unter www.niedersachsen.de zu tun. Sollten Sie Symptome bemerken, die wahrscheinlich auf eine Covid-19 Erkrankung hinweisen, melden Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt. Sie können aber auch den ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen unter: 116 117.
Das schlimmste ist die Unsicherheit in diesen Tagen. Es ist einfach schwer auszuhalten, nicht zu wissen wie es an der einen oder anderen Stelle weitergeht. Unsere Gemeindeverwaltung ist weiterhin vormittags zu den Öffnungszeiten telefonisch oder per E-Mail unter www.info@vordorf.de erreichbar. Die Bürgermeistersprechstunden finden auch nur telefonisch statt. Wir bemühen uns Ihre Fragen und Anliegen so schnell wie möglich zu beantworten.
Unser normaler Arbeitsalltag wurde komplett auf den Kopf gestellt, vieles kann man per Mail und Telefon erledigen, aber halt nicht alles: Grundstücksverkäufe liegen auf Eis, der Rat sollte sich nur im äußersten Notfall treffen, aber wir haben es doch im Griff, man kann ja auch mit Umlaufbeschlüssen arbeiten.
Zum Glück brauchten wir keine Notgruppe im Kindergarten, die Eltern wurden vom Arbeitgeber freigestellt, oder man hat sich mit seinem Partner bei der Kinderbetreuung abgewechselt. Den Eltern und den Erzieherinnen möchte ich ein großes Dankeschön aussprechen, dass Sie das so gut gemeistert haben.
Am schlimmstes hat es wohl unsere Vereine und Gastwirte getroffen. Ob die Absage der 100-Jahr-Feier des TSV Vordorf oder die Absage der Mai-Feier, nicht zu vergessen die Osterfeuer und Konfirmationen usw. usw.. Es tut einem richtig in der Seele weh, dass das nun alles nicht stattfinden kann. Aber wir müssen jetzt unser aller Gesundheit und Wohlergehen in den Vordergrund stellen.
Gute Nachrichten sind, dass der Fußboden im Schützenheim Rethen abgeschliffen und wieder versiegelt wurde, und Fußböden im Gasthof „Zur Post“ saniert werden konnten. Diese Arbeiten konnten in der Zeit ohne Publikumsverkehr gut erledigt werden. Unsere Gastwirte haben versucht sich mit Bringdiensten über Wasser zu halten, mehr schlecht als recht. Die vielen abgesagten Familienfeiern kann man durch Außerhausdienst nicht auffangen. Ich hoffe, wenn Sie diese Zeilen lesen, dass man die Auflagen schon etwas lockern konnte und man Licht am Ende des Tunnels sieht.
Halten Sie die Ohren steif und bleiben Sie gesund, und verlieren Sie Ihre Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht.
Ihre Bürgermeisterin Monika Kleemann

 

 

 

 

 

2 Antworten

  1. Samtgemeinde Hübner sagt:

    ok

  2. Ria Melius-Thiele sagt:

    27.3.2020