Schützengesellschaft Vordorf – Vordorfer Schützenfest als Abschluss der Schützenfeste im Landkreis

Das Königshaus der Vordorfer Schützengesellschaft

Schützengesellschaft Vordorf

 

Inoffiziell feierte die Schützengesellschaft Vordorf wieder drei Tage Schützenfest. Am Freitag trafen sich diverse Schützen bereits am Nachmittag, um den Saal das Gasthofes für das Schützenfrühstück am Sonntag und das Schützenheim für Samstag herzurichten und den Eierkönig (Ein König aus dem 3. Zug) auszuschießen.

Zum ersten Mal feierten die Schützen ein Fest in Eigenregie ohne Festzelt und Festwirt. Mit leichter Verspätung startete der recht übersichtliche Zug zur Abholung des „Alten Königs“, der Stimmung im Umzug tat das keinen Abbruch. Der erste Anlaufpunkt ist immer der „Alte König“, der nochmal zum Umtrunk einlädt und sich dann in den Umzug einreiht. Gestärkt ging es zurück zum Schützenheim, wo die neuen Könige proklamiert wurden.

Als weitere Neuerung wurde 2017 das erste Mal eine große Majestät ausgerufen (Schützenkönig und -königin zusammengelegt) Als jüngster König bzw. Majestät konnte sich Nico Engeler durchsetzen. Mit 19 Jahren der Jugend gerade so entwachsen hatte er die ruhigste Hand und ließ Jürgen Knuth und Thomas Gärtner hinter sich. Als Schwarze Königin setzte sich Ute Knuth gegen Thomas Meinhold und Sebastian Okon durch. Jugendkönig wurde Torben Reimann und Kinderkönig Malte Pflaumbaum. Bei den Senioren schaffte es Jürgen Kuth auf den ersten Platz. Zum letzten Mal konnten in diesem Jahr noch von Adolf Brandes gemalte Scheiben errungen werden. Leider ist er im Dezember des letzten Jahres verstorben, was die Scheiben zu etwas Besonderen macht.

Nach der traditionellen Kranzniederlegung am Ehrenmal am Lindenplatz wurde bei herrlichem Wetter zuerst die Große Majestät weggebracht, dann die Schwarze Königin und zum Schluss der Jugendkönig. Bei allen Königen wurde ein Umtrunk angeboten, je nach Geschmack mit oder ohne Alkohol. Auch als Neuerung wird das Fassbier bei der Großen Majestät und dem Schwarzen König vom Verein gestellt. Nach einem kleinen Umweg, weil das begleitende Feuerwehrfahrzeug eine Baustelle nicht umfahren konnte, kam der Umzug am Schützenheim an, wo es schon verführerisch nach Spanferkelbraten roch. Fleissige Schützendamen übernahmen den Ausschank und so feierten die Schützen ihr Fest bis in die frühen Morgenstunden.

Sonntag trafen sich die Schützen bereits vor neun Uhr wieder am Heim. Auch hier hatten Schützendamen einen kleinen Imbiss vorbereitet, damit die Weckzug-Mitglieder nicht ungestärkt losziehen mussten. Auch der Spielmannzug Cremlingen war früh aufgestanden und weckte das Dorf mit musikalischen Klängen. Heute hatten der Kommandeur und die Adjudantin die Aufgabe, den Zug anzuführen und ließen etwaige verfehlende Schützen strammstehen, was für diverse Lacher im Umzug sorgte. Während dieses Umzuges wurde der Eierkönig weggebracht. Überraschenderweise kannte der Umzug die Anlaufstelle bereits, denn die Große Majestät Nico Engeler hatte auch hier die Nase vorn und lud zum Umtrunk und gebratenen Rühreiern ein . Als weiterer Halt durfte der Zug am Kiosk Gisela Remmler Pause machen, bevor es unter großem Applaus auf den Saal ging, wo bereits diverse Gastvereine und Dorfbewohner auf die Schützen warteten. Auch hier waren die Schützinnen für den Ausschank selber verantwortlich und mithilfe diverser Söhne und Freunde klappte die Bewirtung hervorragend und die Gäste mussten nicht lange auf ihr Freibier warten. Bevor gefrühstückt wurde, wurde noch der letzte König aus dem Jahr 2017 verkündet. Der Volkskönig heißt Adolf Reinecke und erhielt eine kleine Ehrenscheibe. Ein Jubiläum hatte auch der Spielmannzug Cremlingen mit den Vordorfer Schützen zu begehen. Seit 25 Jahren begleiten sie den Umzug und das Katerfrühstück und erhielten dafür eine Jubiläumsnadel.

Vordorf konnte im Jahr 2017 ein kleineres, aber gelungenes Schützenfest feiern. Gäste und Ausrichtende zeigten sich nach dem Wochenende zufrieden und eine Wiederholung in diesem Rahmen ist nicht auszuschließen. Aber nicht im Jahr 2018. Vom 24.-26.08. feiert die Schützengesellschaft das 60-Jähriges Bestehen. Und dafür ist das Festzelt schon gebucht. Entgegen eines Zeitungsartikels wird es auch einen Festumzug geben, die Planungen sind im Gang.

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